Artenschutz

Bäume stehen nicht für sich. Sie sind Teil eines komplexen Umfelds und bieten anderen Lebensformen eine unabdingbare Grundlage.

Besonders im urbanen Raum sind abgestorbene und dem natürlichen Verfall überlassene Bereiche im Baumbestand selten und damit schützenswert. Viele, zum Teil stark bedrohte Tierarten sind auf das Vorhandensein von Baumhöhlen aber auch abgestorbenen Baumteilen angewiesen. Wenn es die Verkehrssicherheit zuläßt, sollen derartige Lebensräume erhalten bleiben. Kann ein Eingriff nicht vermieden werden, sind ausgleichende oder ersetzende Maßnahmen zu treffen.

 

Diese Abwägung ist Teil der Baumbeurteilung und steht am Anfang jeder Tätigkeit. Wir untersuchen den Baum hinsichtlich dessen Relevanz als Lebensraum, besonders mit Blick auf bedrohte Arten. Hierzu kann von uns bei Bedarf ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt werden, um Konflikte mit dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG §§ 39 und 44) zu vermeiden.

 

Viele baumpflegerische Maßnahmen finden auf Grund der Baumphysiologie in den Frühjahrs- und Sommermonaten statt. In dieser Zeit ist die Aktivität der baumbewohnenden Tierarten hoch. Sorgfalt im Umgang mit den entsprechenden Lebensstätten hat für uns eine hohe Priorität. Unter Umständen kann es erforderlich sein,  die Baumarbeiten in Umfang oder Ausführungszeit anzupassen. 



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