Artenschutz

Heimstatt und Lebensraum
Auch Schadhaftes prägt den Wert eines Baumes

Bäume stehen nicht für sich.

Sie sind Teil eines komplexen Umfelds und bieten einer Vielzahl anderer Lebensformen eine Heimstatt.

Besonders im urbanen Raum sind abgestorbene Bereiche im Baumbestand selten und damit schützenswert. Viele, zum Teil stark bedrohte Tierarten sind auf das Vorhandensein von Baumhöhlen aber auch abgestorbenen Ästen angewiesen.

Wenn es die Verkehrssicherheit zuläßt, sollen derartige Lebensräume erhalten bleiben.

 

Diese Abwägung ist Teil der Baumkontrolle.

 

Tote Äste bis 3cm Durchmesser und kurze Totholzreste können bei der Kronenpflege ohne Gefahr im Baum belassen werden. Auch Baumbewuchs, hier vor allem Efeu, ist Teil des Habitats, der nur in Ausnahmefällen oder wenn er die Baumkrone vollständig überwächst, zum Problem wird.

 

Viele baumpflegerische Maßnahmen finden auf Grund der Baumphysiologie in den Frühjahrs- und Sommermonaten statt. In dieser Zeit ist die Aktivität der baumbewohnenden Tierarten hoch. 

Sorgfalt im Umgang mit den entsprechenden Lebensräumen hat für uns eine hohe Priorität. 

Unter Umständen kann es erforderlich sein,  die Baumarbeiten in Umfang oder Ausführungszeit der Maßnahme anzupassen.