Baumarbeiten mit Seilklettertechnik

Es obliegt der gesetzlichen Pflicht des Eigentümers, einen Baum in verkehrssicherem Zustand zu halten. Sachkundige Durchführung von baumpflegerischen Maßnahmen hat hier eine zentrale  Bedeutung.

Kronenpflege

Ziel der Kronenpflege ist im engen Sinn Herstellung der Verkehrssicherheit.

Gleichermaßen kann sie dazu beitragen, dem Baum ein Reifen und Altern ohne vermeidbare Schäden zu ermöglichen.

Ein gesunder und arttypischer Kronenaufbau wird nachhaltig gefördert.

 

Bäume verändern ihren Kronenaufbau abhängig von ihrem Lebenszyklus.

Daher kann auch bei voller Vitalität Entfernung von Totholz und eine Einkürzung von Kronenteilen mit verminderter Tragfähigkeit notwendig sein. Aber auch das Freischneiden von Lichtraumprofil und Gebäuden sowie frühzeitige Korrektur von unerwünschten Entwicklungen der Krone gehören dazu. Die Schnittmaßnahmen beschränken sich auf geringe Astdurchmesser bis 5, max.10cm.

Der Schnittzeitpunkt ist meist vorzugsweise in die Vegetationsperiode zu legen.

 

 

Weiterführende Maßnahmen, die über die Kronenpflege hinausgehen sind nötig, wenn sich die Verkehrssicherheit des Baums durch solche Eingriffe allein nicht wiederherstellen läßt.

Sicherung

Der Einbau von Kronensicherungssystemen erlaubt es oft, vollständig auf Schnittmaßnahmen zu verzichten, um geschädigte Baumteile oder ungünstige Astanbindungen am Ausbrechen zu hindern.

 

Hierbei werden flexible Materialien verletzungsfrei eingebaut, deren Eigenschaften und Einbauweise der jeweiligen Notwendigkeit entsprechend.

Die beschriebene Funktion kann seitens der Hersteller für einen Zeitraum von 8 Jahren garantiert werden, spätestens dann ist die Sicherung auszutauschen.  

 

Wenn der Einbau derartiger Systeme nicht sinnvoll oder ausreichend erscheint, können Schnittmaßnahmen wie Einkürzung von Kronenteilen oder Höhenreduzierung ebenfalls zum Erhalt eines verkehrssicheren Baums beitragen. Hierzu gehört beispielhaft auch das Einkürzen und Vereinzeln der Ständertriebe bei einst gekappten Bäumen. 

 

Baumstützen und Verankerungen sind weitere Möglichkeiten, gestalterisch und ökologisch wertvolle Bäume zu erhalten. Sie werden individuell an den Einzelfall angepasst. 

 

Diese Maßnahmen verändern den Habitus des Baums zum Teil stark und stellen unter Umständen einen schwerwiegenden Eingriff in den Lebensraum baumbewohnender Tierarten dar.

Sie sollen daher nur bei ausreichender Begründung zum Einsatz gelangen. Durch eine qualifizierte Baumkontrolle und Beurteilung wird die Notwendigkeit derartiger Maßnahmen abgewogen.

 

Der sinnvollste Ausführungzeitraum unterscheidet sich bei diesen Arbeiten unter Umständen von dem weniger starker Eingriffe, wie der Kronenpflege.

Fällarbeiten

Bäume müssen aus unterschiedlichen Gründen gefällt werden. Die Notwendigkeit und der richtige Zeitpunkt sind sorgfältig zu erwägen. 

 

Das Naturschutzgesetz und Baumschutzsatzungen geben dafür Rahmenbedingungen vor.

  

Wir führen Fällarbeiten üblicherweise im Zeitraum Oktober bis Februar durch, wenn nicht eine akute Gefährdung sofortiges Handeln erfordert. 

 

Spezialisierte Abseiltechniken und -werkzeuge ermöglichen uns, auf jede Situation eingehen zu können. Nach Absprache übernehmen wir den kompletten Abtransport oder arbeiten das Stammholz entsprechend auf, wenn es beispielsweise als Brennholz am Ort bleiben soll.